Fördermittel Digitalisierung: Förderprogramme für KMU

150 150 Andreas Diehl
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Es gibt zahlreiche Fördermittel Digitalisierung, die kleine und mittelständische Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation unterstützen. Dieser Beitrag gibt Ihnen einen kurzen Überblick über wichtige Förderprogramme.

Go digital (BMWI)

Das Förderprogramm „go-digital“ richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk. Das Programm fördert max. 30 Beratertage zu 50% auf einen maximalen Beratersatz von 1.100 Euro innerhalb von einem halben Jahr.

Mit dem Programm go digital werden Unternehmen unterstützt, um mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten.

Als Unternehmen können Sie digitale Experten zu Rate ziehen, die Ihnen helfen Konzepte rund um die Module „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ zu implementieren. Voraussetzung ist, dass die Berater vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) autorisiert sind.

Die zu fördernden Unternehmen müssen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich Handwerk) sein mit technologischem Potenzial. Im Einzelnen sind die Kriterien:

  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Förderfähigkeit nach der De-minimis-Verordnung

Mehr zu diesem Förderprogramm auf den Seiten des BMWI.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW)

  • Zielgruppe: Gewerbliche Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind
  • Art der Förderung: Kredit bis 25 Mio. Euro, ab 1% max. 10 Jahre, hohe Haftungsfreistellung
  • Schwerpunkte: Digitale Transformation

Mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ bietet die KfW ab 1. Juli zinsgünstige Finanzierungen für die digitale Transformation von Unternehmen. Durch den breiten Aufsatz des Programms können viele Digitalisierungsvorhaben mit dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit realisiert werden:

  • Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren
  • Vernetzung von ERP- und Produktions­systemen (Industrie 4.0)
  • Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Unternehmen
  • Digitale Markterschließung (Digitale Plattformen, Apps, Social-Media)
  • IT- und Datensicherheitskonzepte
  • Additive Fertigungs­verfahren wie 3D-Druck
  • Innerbetriebliche Breitband­netze
  • Organisatorische Maßnahmen, um Unternehmen agiler zu machen
  • Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank, Haftungsfreistellungen sind in erheblichem Umfang möglich, was die Antragstellung erleichtern und beschleunigen sollte.

Weitere Informationen zum ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit gibt es auf den Seiten der KfW.

ERP-Mezzanine für Innovationen (KfW)

  • Zielgruppe: Gewerbliche Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind
  • Art der Förderung: Kredit bis 5 Mio. Euro, ab 1% max. 10 Jahre
  • Schwerpunkte: Innovative Produkte und Entwicklungen

Im Gegensatz zum Digitalisierungs- und Innovationskredit fördert das Programm „ERP-Mezzanine für Innovationen“ marktnahe Forschung und Entwicklungen, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben und Vorhaben, die für das beantragende Unternehmen neu sind. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel. Die Neuartigkeit des Vorhabens muss im Rahmen der Antragstellung von einem von der KfW zertifizierten Gutachter attestiert werden.

Weitere Informationen zum Programm ERP-Mezzanine für Innovationen gibt es auf den Seiten der KfW.

Fazit

Digitalisierung und die digitale Geschäftsentwicklung sind auch für kleine und mittelständische Unternehmen überlebenswichtig. Der Aufbau digitaler Kompetenz kann durch gezielte Förderungen beschleunigt werden.

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Ich arbeite als Berater und Coach mit digitalen Unternehmen und solchen die es werden wollen. Ich denke in Geschäftsmodellen, verstehe Technologie und bin ein großer Anhänger von agilen Projektmethoden.

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