Jobs to be Done

„Jobs to be done“ ist eine Methode, die auf den bekannten Harvard Professor Clayton Christensen zurück geht. Clayton Christensen wurde durch seine Arbeiten im Bereich “disruptiver Innovation” weltberühmt. Die Methode stellt die Frage in den Mittelpunkt, für welches Problem der Kunde ein Produkt oder ein Service in Anspruch nimmt. Statt einer klassischen Segmentierung nach statistischen Daten, werden Kunden basierend auf ihrem Nutzungsverhaltens segmentiert. Durch diese Blickweise ergeben sich auch völlig neue Betrachtungen bzgl. des Marktes und möglicher Wettbewerber.

Customer Journey Mapping

Eine Customer Journey visualisiert den Weg den ein Kunde geht, um ein Problem zu lösen oder ein Bedürfnis zu stillen. Das Customer Journey Mapping untersucht den Weg des Kunden über verschiedene Phasen und berücksichtigt dabei bewusste, unbewusste und emotionale Verhaltensweisen eines Kunden. Gerade in der strategischen Arbeit wird dieses Instrument meiner Einschätzung nach unterschätzt. Unternehmen werden oft verdrängt, weil sie durch neue Technologien und den sich verändernden Medienkonsum Zugriff auf ihre Kunden verlieren.

Design Thinking

Design Thinking ist ein Ansatz zur Lösung von Problemen und Generieren neuer Ideen. Im Design Thinking erarbeiten komplementär besetzte Teams im direkten Austausch mit Kunden Prototypen und iterieren diese auf Basis des Feedbacks. Besonders wichtig ist in meinen Augen eine sehr genaue und korrekte Erfassung des Problems als Grundlage einer guten Lösung. Design Thinking wurde von den Gründern der Innovationsagentur IDEO Anfang der 90er Jahre begründet und wird in Deutschland u.a. von der Hasso Plattner und seiner d.school gefördert.

MVP / Prototyping

„Ein Prototyp sagt mehr als 1.000 Worte“. Sowohl Design Thinking als auch Lean Startup basieren auf dem Ansatz dem Kunden möglichst schnell funktionale / visuelle Elemente in die Hand zu geben. Speziell im digitalen Bereich gibt es dafür Technologien, Tools und Methoden, die uns erlauben sehr schnell Prototypen zu entwickeln auch ohne direkt Software zu programmieren. Letzteres ist immer teuer und zeitaufwendig. Bei einem MVP (minimal funktionsfähige Produkte) geht es konzeptionell zudem darum die wichtigsten Aspekte eines Produktes und die Werttreiber des Kunden zu identifizieren. Jedoch sind diese Konzepte nicht zwingend “Sparprogramme”. Je nach Vorhaben können auch MVP`s und Prototypen sehr teuer sein.

Lean Startup

Lean Startup ist ein Framework für kontinuierliche Innovation. Ideen und Hypothesen werden schnellstmöglich in Produkte (sogenannte MVP’s) überführt und am Markt getestet. Auf Basis der Daten und des Feedbacks wird das Produkt permanent weiterentwickelt und der “ideale erste Kunde” gesucht. Dieser Iterationszyklus wird im Lean Startup mit „build-measure-learn“ beschrieben. Wichtig ist Hypothesen über den Ausgang der Experimente zu formulieren, um auch entsprechende Daten gewinnen zu können. Das gleichnamige Buch stammt von Eric Ries, der dabei Elemente Agiler Softwareentwicklung mit der Idee des Customer Development von Steve Blank kreuzt.

If I had an hour to solve a problem I’d spend 55 minutes thinking about the problem and 5 minutes thinking about solutions.

Albert Einstein

Lean Analytics

Lean Analytics ist eine Methode, wie die Performance eines Geschäftsmodells auf Basis weniger qualitativer Indikatoren bewertet wird. Statt auf “lagging indicators” (wie Umsatz) zu schauen, fokussiert sich Lean Analytics auf “leading indicators”. “Leading indicators” sind qualitative Werte, die Aufschluss darüber geben, wie gut ein Geschäftsmodell funktioniert. Das macht vor allem für neue und innovative Produkte Sinn, da diese nicht zwingend eine direkte monetäre Transaktion nach sich ziehen. Wie hätten Sie z.B. den Erfolg von Facebook in den ersten Wochen und Monaten beurteilen wollen? Tatsächlich wurde der Erfolg von facebook vor allem über die Adaptionsrate an neuen Universitäten gemessen. Lean Analytics schlägt vor je nach Phase des Unternehmens nur einen qualitativen Messwert als “Polarstern” zu etablieren, an dem sich alle operativen Maßnahmen orientieren.

Business Model Canvas

Das Business Model Canvas ist ein Framework, über das Geschäftsmodelle schnell visualisiert und diskutiert werden können. Die Methode wurde vom Schweizer Alexander Osterwalder 2009 vorgestellt. Der große Charme des Business Model Canvas liegt darin die Dynamik von Geschäftsmodellen sehr strukturiert und schnell im Team besprechen zu können.