Fördermittel für Digitalisierung: Diese Förderprogramme unterstützen KMU bei der Digitalisierung

Fördermittel für Digitalisierung: Diese Förderprogramme unterstützen KMU bei der Digitalisierung 1024 533 Andreas Diehl (#DNO)

Es gibt zahlreiche Fördermittel für Digitalisierung, die mittelständische Betriebe in der Digitalisierung ihres Unternehmens unterstützen. Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Förderprogramme für Digitalisierung.

Warum Förderprogramme vor allem im Mittelstand wertvoll sind

Einkauf digitaler Kompetenzen durch Fördermittel für die Digitalisierung

Für die Digitalisierung eines Unternehmens braucht ein Unternehmen viele neue Kompetenzen. Um diese digitalen Kompetenzen zu besetzen, ist ein Unternehmen auf externe Hilfe angewiesen. Vor allem für Industrie-Unternehmen, gewerbliche Unternehmen oder Handwerksbetriebe ist Digitalisierung sehr weit weg von ihrem bestehenden Geschäftsmodell. Das heißt, Betriebe haben keine Kapazitäten und eigene Ressourcen, sich ernsthaft mit der Digitalisierung ihres Unternehmens zu beschäftigen und sind auf externe Hilfe angewiesen.

Qualitätsmerkmal für digitale Berater und Agenturen

Der Markt von Dienstleistern ist gerade für kleine und mittelständische Unternehmen sehr unübersichtlich. „Digitalisierung“ ist ein Modewort. Viele Agenturen und Beratungen kämpfen um die Aufmerksamkeit neuer Kunden. Mit den Förderprogrammen schaffen staatliche Institutionen wie das KWIDE, das BMWI und das KfW einen Qualitätsstandard, der ihnen die Orientierung erleichtert. Achte bei der Auswahl eines Partner auf eine Autorisierung durch KfW oder das BMWI. So hast Du nicht nur Aussicht auf eine Förderung, sondern auch einen Partner, der geprüft und autorisiert ist.

Innovationsgutscheine und Digitalisierungsgutscheine NRW (KWIDE)

  • Zielgruppe: Kleine und mittlere Unternehmen (<250 Mitarbeiter, bis 50 Mio. Euro Umsatz, bis 43 Mio. Euro Bilanzsumme)
  • Art der Förderung: Gutschein bis zu 10.000 Euro für Analysen; Gutschein bis zu 15.000 Euro für Maßnahmen; Maximal 80% Förderquote für Kleinst- und kleine Unternehmen; Maximal 50% für mittlere Unternehmen
  • Schwerpunkte: Digitalisierungsprozess und Innovationsfähigkeit

Das Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen (KWIDE) bietet Innovationsgutscheine und Digitalisierungsgutscheine. Mit Gutscheinen werden Unternehmen bei der Entwicklung neuer Potenziale und Produkte unterstützt. Darüber hinaus wird die Digitalisierung von (bestehenden) Prozessen, Produkten und Dienstleistungen gefördert.

Anspruch auf Innovations- und Digitalisierungsgutscheine haben Unternehmen aller Branchen mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

  • Kleinstunternehmen (weniger als 10 Mitarbeiter, Jahresumsatz/Jahresbilanzsumme max. 2 Mio Euro)
  • kleine Unternehmen (weniger als 50 Mitarbeiter, Jahresumsatz/Jahresbilanzsumme max. 10 Mio Euro)
  • mittlere Unternehmen (weniger als 250 Mitarbeiter, Jahresumsatz max. 50 Mio Euro, Jahresbilanzsumme max. 43 Mio Euro)

Antragsverfahren Innovations- und Digitalisierungsgutscheine

Für das Antragsverfahren ist der Projektträger Jülich verantwortlich. Für den Antrag benötigst Du die folgenden Unterlagen:

  • Antragsformular
  • de-minimis-Erklärung
  • Kopie der Gewerbeanmeldung bzw. des Handelsregisterauszuges
  • das Angebot deines Kooperationspartners

Das Antragsformular und die de-minimis-Erklärung findest Du auf der Webseite des Projektträgers. Der Antrag wird mit den benötigten Unterlagen postalisch eingereicht. Die Bearbeitungszeit beträgt etwa sechs Wochen. Nach Zustellung des Zuwendungsbescheides, soll das Projekt innerhalb eines Jahres abgeschlossen werden. Um die Fördergelder letztlich ausgezahlt zu bekommen, muss ein kurzer Sachbericht über die Durchführung und das Ergebnis eingereicht werden.

Entsprechende Beratung und weitere Informationen zu dem Förderprojekt erhält man ebenfalls über den Projektträger Jülich.

Go digital (BMWI) – Fördermittel Digitalisierung Mittelstand

  • Zielgruppe: KMU Gewerbe und Handwerk (<100 Mitarbeiter, >20 Mio. Umsatz)
  • Art der Förderung: Bezuschussung von Beratungsleistungen für die digitale Transformation, maximal 30 Beratertage zu 50%
  • Schwerpunkte: IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse

Das Förderprogramm „go digital“ richtet sich gezielt an kleine und mittlere Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und an das Handwerk. Das Programm fördert max. 30 Beratertage zu 50% auf einen maximalen Beratersatz von 1.100 Euro innerhalb von einem halben Jahr.

Mit dem Programm go digital werden Unternehmen unterstützt, um mit der technologischen und gesellschaftlichen Entwicklungen im Bereich Online-Handel, Digitalisierung des Geschäftsalltags und dem steigenden Sicherheitsbedarf bei der digitalen Vernetzung Schritt zu halten.

Module im Förderprogramm „go digital“

Im Rahmen des Förderprogramms „go digital“ werden die Module „IT-Sicherheit“, „Digitale Markterschließung“ und „Digitalisierte Geschäftsprozesse“ bezuschusst. Das Beratungsunternehmen muss vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) autorisiert werden.

Die zu fördernden Unternehmen müssen Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft (einschließlich Handwerk) sein – mit technologischem Potenzial. Im Einzelnen sind die Kriterien:

  • Beschäftigung von weniger als 100 Mitarbeitern
  • Jahresumsatz oder eine Jahresbilanzsumme des Vorjahres von höchstens 20 Millionen Euro
  • Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland
  • Förderfähigkeit nach der de-minimis-Verordnung

Mehr zu diesem Förderprogramm findest Du auf den Seiten des BMWI. Als zertifizierte Berater der BMWI berate ich Dich gerne ausführlich zu meinen Beratungen go digital.

Go-Inno (BMWI) – Fördermittel Mittelstand

Die Fördermittel „go Inno“ des BMWI fördern die Innovationsberatung von KMU.

  • Zielgruppe: KMU Gewerbe und Handwerk (< 100 Mitarbeiter, > 20 Mio. Umsatz)
  • Art der Förderung: Bezuschussung von Beratungsleistung
  • Schwerpunkte: Innovationsberatung

Die Rahmenbedingungen des Programms „go Inno“ sind analog zu denen von „go digital“. Eine Kombination beider Programme ist nicht möglich.

Innovationsfähigkeit ist entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. Oft fehlt es aber den kleinen Unternehmen an aktuellem Wissen zu Methoden und Instrumenten, um intern Produktinnovationen oder technische Verfahrensinnovationen erfolgreich zu managen. Genau hier hilft qualifizierte externe Beratung bei der Vorbereitung und Umsetzung der Ideen, die im Rahmen von go-Inno gefördert wird.

Wie bei „go digital“ dürfen Leistungen nur von autorisierten Beratungsunternehmen erbracht werden. Gefördert werden Beratungsleistungen über drei Leistungsstufen:

  • Potenzialanalyse (max. 10 MT)
  • Realisierungskonzept (max. 25 MT)
  • Projektmanagement (max. 15 MT)

Für einen Beratertag sind bis zu 1.100 Euro zu 50 Prozent förderfähig. Weitere Informationen zu „go Inno“ finden sich auf der Webseite des BMWI.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW)

  • Zielgruppe: gewerbliche Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind
  • Art der Förderung: Kredit bis 25 Mio. Euro, ab 1% max. 10 Jahre, hohe Haftungsfreistellung
  • Schwerpunkte: digitale Transformation

Mit dem „ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit“ bietet die KfW ab dem 1. Juli 2017 zinsgünstige Finanzierungen für die digitale Transformation von Unternehmen. Durch den breiten Aufsatz des Programms, können viele Digitalisierungsvorhaben mit dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit realisiert werden:

  • Digitalisierung von Produkten, Produktionsprozessen und Verfahren
  • Vernetzung von ERP- und Produktions­systemen (Industrie 4.0)
  • Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens
  • Digitale Markterschließung (Digitale Plattformen, Apps, Social-Media)
  • IT- und Datensicherheitskonzepte
  • Additive Fertigungs­verfahren wie 3D-Druck
  • Innerbetriebliche Breitband­netze
  • Organisatorische Maßnahmen, um Unternehmen agiler zu machen
  • Entwicklung innovativer Produkte, Verfahren oder Dienstleistungen

Die Antragstellung erfolgt über die Hausbank, Haftungsfreistellungen sind in erheblichem Umfang möglich, was die Antragstellung erleichtern und beschleunigen sollte.

Weitere Informationen zum ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit gibt es auf den Seiten der KfW.

ERP-Mezzanine für Innovationen (KfW)

  • Zielgruppe: Gewerbliche Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind
  • Art der Förderung: Kredit bis 5 Mio. Euro, ab 1% max. 10 Jahre
  • Schwerpunkte: Innovative Produkte und Entwicklungen

Im Gegensatz zum Digitalisierungs- und Innovationskredit fördert das Programm „ERP-Mezzanine für Innovationen“ marktnahe Forschung und Entwicklungen, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben und Vorhaben, die für das beantragende Unternehmen neu sind. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel. Die Neuartigkeit des Vorhabens muss im Rahmen der Antragstellung von einem von der KfW zertifizierten Gutachter attestiert werden.

Weitere Informationen zum Programm „ERP-Mezzanine“ für Innovationen gibt es auf den Seiten der KfW.

Fazit: Förderprogramme für Digitalisierung beschleunigen deine digitale Unternehmensentwicklung

Die Digitalisierung des Geschäftsalltags ist auch für kleine und mittelständische Unternehmen eine Grundvoraussetzung für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit. Der Einkauf von Beratungsleistungen wird durch die bereitgestellten Fördermittel erleichtert. Die Autorisierung durch das BMWI ist zum Beispiel ein guter Qualitätsindikator für einen künftigen Partner zur Digitalisierung deines Unternehmens. Bei Interesse stehe ich Dir auch für ein unverbindliches Beratungsgespräch gerne zur Verfügung.

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