Förderung Digitalisierung – Zuschüsse für die Digitalisierung deines KMU

Förderung Digitalisierung – Zuschüsse für die Digitalisierung deines KMU 960 540 Andreas Diehl (#DNO)

Letzte Aktualisierung: September 2020

Die Förderprogramme Digitalisierung unterstützen KMU bei der Umsetzung ihrer digitalen Transformation.

Dieser Beitrag gibt einen Überblick über die wichtigsten Fördermittel Digitalisierung auf Bundes- und auf Landesebene. Zu Beginn des Beitrags gehe ich auf allgemeine Rahmenbedingungen der Digitalförderungen ein, weiter unten findest Du eine Übersicht der Förderprogramme Digitalisierung geordnet nach Bundesland.

Allgemeine Rahmenbedingungen -Die wichtigsten Fragen

Welche Förderungen gibt es?

Einleitend schildere ich allgemeingültige Rahmenbedingungen der Fördermittel Digitalisierung. Die genaue Ausgestaltung hängt dann von der jeweiligen Förderrichtlinie ab, jedoch helfen diese allgemeinen Hinweise beim Verständnis der jeweiligen Digital Programme auf Bundes- und Landesebene.

Welche Förderungen gibt es?

Prinzipiell gibt es folgende Zuwendungsarten:

  • Zuschuss: Je nach Programm erhältst Du eine Förderquote von 30 – 80% auf die zuwendungsfähigen Ausgaben als nicht rückzahlbaren Zuschuss. Dabei sind die Programme beschränkt auf einen Maximalbetrag, den ich jeweils in den hier vorgestellten Förderprogrammen ausweise. Das heißt, in allen Förderprogrammen bleibt immer auch ein Eigenanteil. 
  • Kredite werden zu einem sehr niedrigen Zins auf bis zu 10 Jahre gegeben, z.T. werden Haftungsfreistellungen oder auch Tilgungszuschüsse gewährt.

Wer wird gefördert?

Die meisten Förderprogramme Digitalisierung, adressieren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und des Handwerks bis zu 250 Mitarbeitern. Die Größe des Unternehmens ist in vielen Förderprogrammen die Basis für die Bemessung der Förderquote. Dabei bezieht sich die Anzahl der Mitarbeiter auf Vollzeitäquivalente. Das heißt, Teilzeitkräfte werden pro rata eingerechnet, Azubis mitunter gar nicht. Bei der Einteilung orientieren sich die Förderprogramme an der Empfehlung der EU. Folgende Unternehmen sind in der Regel förderfähig:

UnternehmenMitarbeiterJahresumsatzJahresbilanzsumme
Kleinst< 10max. 2 Mio. Euromax. 2 Mio. Euro
Klein< 50max. 10 Mio. Euromax. 10 Mio. Euro
Mittel< 250max. 50 Mio. Euromax. 43 Mio. Euro

Im Gegensatz dazu sind Kredite und ausgewählte Förderprogramme Digitalisierung auch für größere Unternehmen zugänglich.

Was wird gefördert?

Prinzipiell verfolgen alle Förderprogramme Digitalisierung das Ziel die digitale Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Mittelstandes zu verbessern. Das beginnt bei der Digitalisierung bestehender Prozesse über Investitionen in die IT-Sicherheit bis hin zu der Entwicklung neuer digitaler Lösungen und Plattformen. Die zuwendungsfähigen Ausgaben hängen stark vom jeweiligen Förderprogramm ab.  Vereinfacht lassen sich in Bezug auf die Förderfähigkeit  unterschiedlicher Ausgaben folgende Aussagen treffen:

  • Externe Berater / IT-Spezialisten / Entwickler (immer)
  • Standard-Software (eingeschränkt)
  • Hardware (sehr selten)
  • Personalausgaben (fast immer ausgeschlossen)

Bei Krediten bist Du in der Verwendung der Fördermittel deutlich flexibler als bei Zuschüssen.

Wie erhältst Du eine Förderung?

Den Förderungen geht (fast) immer ein Antrag voraus, den Du bei den zuständigen Projektträgern oder der zuständigen Landesbank einreichst. Mit der Umsetzung der Maßnahmen darfst Du nach erfolgter Bewilligung starten. Die Bewilligung kann je nach Bundesland und Projektträger wenige Wochen bis zu drei Monaten dauern.

Mit welchem Partner kannst Du umsetzen?

In den meisten Förderprogrammen bist Du in der Wahl deines Beraters und der umsetzenden Partner frei. Nur wenige Programme, wie z.B. go digital, beschränken die Umsetzung auf autorisierte Berater. Sofern jedoch kein einschränkender Hinweis angegeben ist, kannst Du mit dem Berater deines Vertrauens oder deiner Hausagentur an der Umsetzung arbeiten. 

Digital-Programme im Überblick

BundeslandProgrammFörderung
BundesweitDigital JetztZuschuss
50.000 Euro
BAFA – Förderung unternehmerischen Know-howsZuschuss
4.000 Euro
Go DigitalZuschuss
16.500 Euro

Go InnoZuschuss
27.500 Euro

KfW Digital Kredit
bis 25 Mio. Euro

KfW  MezzanineKredit
bis 5 Mio. Euro
Baden- WürttembergHightech Digital

Zuschuss
20.000 Euro

DigitalisierungsprämieKredit
bis 100.000 Euro
BayernDigitalbonusZuschuss
50.000 Euro

Innovationskredit 4.0Kredit 25.000 bis 7,5 Mio. Euro
BerlinBerlin Mittelstand 4.0Kredit
2 bis 6 Mio. Euro
BrandenburgBIG DigitalZuschuss
550.000 Euro
BremenBremen – DigitalisierungZuschuss
5.000 Euro
HamburgHamburg-Kredit InnovationKredit
bis 1,5 Mio. Euro
HessenDigital-ZuschussZuschuss
10.000 Euro
InnovationskreditKredit
100.000 bis 7,5 Mio. Euro
Mecklenburg VorpommernDigiTrans
Zuschuss
10.0000 Euro bis 50.000 Euro (Einzelfälle)
NiedersachsenInnovationsförderung

Zuschuss
100.000 Euro
Digitalbonus Niedersachsen Zuschuss 
bis 10.000 Euro
Nordrhein-WestfalenMittelstand Innovativ & Digital (MID)Zuschüsse bis zu 
40.000 Euro
PotentialberatungZuschuss bis 5.000 Euro

NRW.BANK.Digitalisierung und InnovationKredit, ab 25.000 Euro, ab 0%
Rheinland-PfalzBITT – TechnologieberatungZuschuss
6.000 Euro

Innovationskredit RLPKredit, 25.0000 bis 2 Mio. Euro
SaarlandDigital Starter
Zuschuss
10.000 Euro
SachsenE-BusinessZuschuss
50.000 Euro
Sachsen-AnhaltDigital Innovation
Zuschuss
70.000 Euro

Digital CreativityZuschuss
130.000 Euro
Schleswig HolsteinAktuell kein Förderprogramm Digital
ThüringenDigitalbonus ThüringenZuschuss
15.000 Euro

In den folgenden Abschnitten findest Du mehr zu den einzelnen Förderprogrammen Digitalisierung.

Bundesweite Förderprogramme Digitalisierung

Digital Jetzt

Zuschuss bis 50.000 Euro, Förderquoten 40-70%

Das Förderprogramm „Digital Jetzt“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) adressiert KMU mit 3 bis 499 Beschäftigten bzw. Vollzeitäquivalenten mit einem Zuschuss von bis zu 50.000 Euro. Die Fördersumme erhöht sich auf bis zu 100.000 Euro, wenn Du ein Projekt mit einem Partner in deiner Wertschöpfungskette planst (z.B. Lieferanten, Kunden). Die Förderung kann auch von Startups in Anspruch genommen werden, sofern bereits ein signifikanter Geschäftsbetrieb mit ausreichend Umsätzen erkennbar ist.

Das Programm ist in zwei Module unterteilt. Modul 1 fördert die Entwicklung von digitalen Lösungen und Plattformen sowie die Digitalisierung von Prozessen. Modul 2 fördert Qualifizierungsmaßnahmen von Mitarbeitern zu digitaler Kompetenz. Dabei  müssen Anbieter der Qualifizierungsmaßnahmen ISO 9001 zertifiziert sein oder eine Akkreditierung nach AZAV vorlegen.

Die minimale Fördersumme beträgt 17.000 Euro in Modul 1 und 3.000 Euro in Modul 2. Die beiden Module sind beliebig miteinander kombinierbar. Das heißt, Du kannst auch den vollen Förderbetrag nur mit Modul 1 oder nur mit Modul 2 in Anspruch nehmen. Von der Förderung ausgeschlossen sind Ausgaben für Hardware, die Anschaffung von Standardsoftware (wie z.B Betriebssysteme), interne Personalaufwendungen und auch konzeptionelle Tätigkeit wie z.B. die Ausarbeitung einer Digitalstrategie. Für alle konzeptionellen Beratungsleistungen kannst Du ergänzend z.B. goDigital in Anspruch nehmen. 

Die Förderquoten richten sich nach der Größe des Unternehmens. Zur Bewältigung der Corona Krise gelten zudem bis Mitte 2021 verbesserte Konditionen.

Unter folgenden Voraussetzungen wird die Förderung zudem erhöht:

  • Verbundprojekte mit Lieferanten, Auftraggebern und Kunden + 5 %
  • Investitionen im Bereich IT-Sicherheit, inklusive Datenschutz + 5 %
  • Investitionen in strukturschwachen Regionen + 10 %
Strukturschwache Unternehmen erhalten eine um 10 % aufgestockte Förderung  – Quelle: BMWI

Auf den Seiten des BMWI findest Du weiterführende Fragen und auch Förderbeispiele. Die genauen Bedingungen findest Du in der Förderrichtlinie. Den Antrag für Digital Jetzt kannst Du online stellen. Das Antragstool führt Dich sicher durch die aufeinander aufbauenden Themenblöcke und die für den Antrag benötigten Unterlagen.

BAFA – Förderung unternehmerischen Know-hows

Zuschuss 4.000 Euro, bis zu 100% Förderquote – Nur autorisierte Berater

Im Rahmen des Programms “ Förderung unternehmerischen Know-hows” können sich KMU bei ihren Digital-Projekten unterstützen lassen. Dabei kannst Du eine beliebige Beratung bis zu 4.000 Euro in Anspruch nehmen, z.B.:

  • Technische Beratung, z.B. bei der Einführung neuer Software-Systeme.
  • Organisatorische Beratung, z.B. bei der Einführung agiler Methoden und Werkzeuge.
  • Allgemeine Beratungen zu allen wirtschaftlichen, finanziellen und personellen Fragen der digitalen Unternehmensentwicklung.

Inhaltlich gibt es keine Einschränkung, entscheidend ist nur, dass der Berater vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) autorisiert ist. Im Zuge der Corona-Krise wurde die Richtlinie angepasst. Im Gegensatz zu vorher wird die Beratung nun bis zu 100% bezuschusst, sofern das Unternehmen von den Auswirkungen der Corona Krise betroffen ist. Hier findest Du die bestehende Förderrichtlinie. Du kannst Dich gerne auch bei mir melden, ich bin ebenfalls ein von der BAFA autorisierter Berater. Unabhängig davon findest Du hier weitere Informationen und das Antragsformular.

Go digital (BMWI)

Zuschuss 16.500 Euro, 50% Förderquote – Nur autorisierte Berater

Im bundesweiten Förderprogramm “go digital” des BMWI erhalten KMU mit bis zu 100 Mitarbeitern und max. 20 Mio. Euro Umsatz einen Zuschuss über max. 16.500 Euro. Mit dem Programm werden Beratungsleistungen für die digitale Transformation in den Bereichen IT-Sicherheit, Digitale Markterschließung und Digitalisierte Geschäftsprozesse bezuschusst. Dabei werden maximal 30 Beratertage zu einem Höchstsatz von 1.100 Euro mit 50% gefördert.  Eine Besonderheit von go digital ist, dass die Beratung nur von einem autorisierten Berater vorgenommen werden darf. Zudem sind zwei Beratertage zum Thema “IT Sicherheit” verpflichtend.  

Mehr zu diesem Förderprogramm findest Du auf den Seiten des BMWI.

Update im Zuge der Cornona-Krise (17.3.2020)

Im Zuge der Corona-Krise wurde das Programm wie folgt erweitert. Im Modul „Digitale Prozesse“ kann ab sofort auch die Einrichtung von Homeoffice-Plätzen in beantragt werden: Hierzu zählen …

  • der Aufbau sowie das Einrichten der zugehörigen Hardware,
  • Software, die dabei zum Einsatz kommt und über die gängigen Standards hinausgeht.

Von der Förderung weiterhin ausgeschlossen sind hingegen reine Investitionsmaßnahmen in Hard- und Standardsoftware.

Go-Inno (BMWI)

Zuschuss 27.500 Euro, 50% Förderquote – Nur autorisierte Berater

Mit dem Fördermittel „go Inno“ fördert das BMWI die Innovationsberatung von KMU (< 100 Mitarbeiter, < 20 Mio. Euro Umsatz). Die Rahmenbedingungen des Programms sind analog zu denen von „go digital“. Eine Kombination beider Programme ist nicht möglich.

Wie bei „go digital“ dürfen Leistungen nur von autorisierten Beratungsunternehmen erbracht werden. Gefördert werden Beratungsleistungen über drei Leistungsstufen

  • Potenzialanalyse (max. 10 MT)
  • Realisierungskonzept (max. 25 MT)
  • Projektmanagement (max. 15 MT)

Für einen Beratertag sind bis zu 1.100 Euro zu 50 Prozent förderfähig. Weitere Informationen zu „go Inno“ finden sich auf der Webseite des BMWI.

ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit (KfW)

Kredit, bis 25 Mio. Euro, Zins ab 1%

Zielgruppe für den Förderkredit sind gewerbliche Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind. Das Programm ist sehr breit gefasst und so kann mit der zinsgünstigen Finanzierung eine Reihe digitaler Vorhaben umgesetzt werden, die die digitale Transformation deines Unternehmens fördern und beschleunigen. Das umfasst Maßnahmen zur strategischen Ausrichtung des Unternehmens über digitale Plattformen bis hin zu organisatorischen Maßnahmen, um Unternehmen agiler zu machen.

Weitere Informationen zum Digitalkredit der KfW findest Du auf den Seiten der KfW.

ERP-Mezzanine für Innovationen (KfW)

Kredit 25.000 bis 5 Mio. Euro, Zins ab 1%, Nachrangkapital, Laufzeit 10 Jahre

Im Gegensatz zum Digitalisierungs- und Innovationskredit fördert das Programm „ERP-Mezzanine für Innovationen“ marktnahe Forschung und Entwicklungen, die sich vom Stand der Technik in der EU abheben und Vorhaben, die für das beantragende Unternehmen neu sind. Gefördert werden Investitionen und Betriebsmittel. Dabei übernimmt die KfW bis zu 60% Risikoübernahme durch Nachrangkapital.

Die Neuartigkeit des Vorhabens muss im Rahmen der Antragstellung von einem von der KfW zertifizierten Gutachter attestiert werden. Zielgruppe sind Unternehmen (<500 Mio. Euro Umsatz) und Freiberufler, die mindestens 2 Jahre am Markt sind.

Weitere Informationen zum Programm „ERP-Mezzanine“ für Innovationen findest Du auf den Seiten der KfW.

Fördermittel Digitalisierung Baden-Württemberg

Baden-Württemberg bietet mit dem Innovationsgutschein Hightech Digital einen Zuschuss über 20.000 Euro, zudem mit der Digitalisierungsprämie einen Kredit bis zu 100.000 Euro mit Tilgungszuschuss. 

Innovationsgutschein Hightech Digital

Zuschuss 20.000 Euro, 50% Fördersatz

KMU, die älter als fünf Jahre sind erhalten einen Zuschuss von max. 20.000 Euro bei einem Fördersatz von 50%. Mit dem Hightech Digital Innovationsgutschein werden umsetzungsorientierte FuE Tätigkeiten im Zusammenhang mit der Entwicklung und Realisierung von digitalen Produkten und Dienstleistungen gefördert.

Weitere Information zum Innovationsgutschein Hightech Digital findest Du auf der Webseite des Ministeriums.

Digitalisierungsprämie

Kredit 10.000 bis 100.000 Euro, Tilgungszuschuss bis 10 %, Laufzeit 5, 7 oder 10 Jahre

Unternehmen bis 100 Mitarbeiter erhalten einen Kredit bis 100.000 Euro mit Tilgungszuschuss, um damit ihre Digitalisierung voran zu treiben. Gefördert werden u.a. folgende Maßnahmen:

  • Digitalisierung von Produktion und Verfahren (zum Beispiel 3D-Druck, mobile Betriebsgeräte zur Produktionssteuerung, e-commerce, e-procurement).
  • Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen (digitale Plattformen, Fernwartung, Anwendung digitaler Standards)
  • Umsetzung von Strategien und Konzepten zur Digitalisierung (IKT-Sicherheit, digitale Vertriebskanäle, Cloud)

Der Mindestbetrag beträgt 10.000 Euro, der Höchstbetrag für einen Kredit 100.000 Euro. Dabei erhalten Unternehmen einen Tilgungszuschuss in Abhängigkeit der Darlehenshöhe. Bei dem Bruttodarlehensbetrag von 10.000 bis einschließlich 50.000 Euro ist der Tilgungszuschuss 5.000 Euro, Bei dem Bruttodarlehensbetrag von 50.000 bis einschließlich 100.000 Euro ist der Tilgungszuschuss 10 % des Bruttodarlehensbetrags.

Weitere Information zur Digitalisierungsprämie in Baden-Württemberg findest Du auf der Webseite des Ministeriums.

Förderprogramme Digitalisierung in Bayern

Digitalbonus

  • Standard: Zuschuss, 10.000 Euro, 30-50% Förderquote
  • Plus: Zuschuss, 50.000 Euro, 30-50% Förderquote

Ziel des Digitalbonus ist es, KMU zu unterstützen, ihre Produkte, Dienstleistungen und Prozesse zu digitalisieren und ihre IT-Sicherheit zu verbessern. Dabei gibt es den Digitalbonus in zwei Varianten. Im Digitalbonus Standard erhalten KMU in Bayern bis zu 10.000 Euro, in der Variante Plus bekommen Unternehmen bis zu 50.000 Euro Zuschuss. Die Förderquote von 30 % oder 50% orientiert sich an der Unternehmensgröße (siehe EU Definition). Gemäß dieser Einordnung gelten für den Digitalbonus folgende Förderquoten: 

  • 50 % ( < 50 Mitarbeiter)
  • 30 % (< 250 Mitarbeiter)

Förderfähig sind Ausgaben für die Verbesserung von bestehenden Produkten, Prozessen und Dienstleistungen. Dabei ist entscheidend, dass erstmals digitale Systeme eingesetzt werden oder der Digitalisierungsgrad auf den neuesten Stand erhöht wird. Zudem sind Maßnahmen zur Verbesserung der IT-Sicherheit zuwendungsfähig. Förderfähige Ausgaben sind Leistungen externer Anbieter, einschließlich der notwendigen Hard- und Software. Im Vergleich zum Digitalbonus Standard, zielt der Digitalbonus Plus auf Maßnahmen mit besonderem Innovationsgehalt ab. 

Ausgeschlossen sind dagegen herkömmliche Maßnahmen im Online Marketing (z.B. Webseiten oder Maßnahmen im Online-Marketing), der Erwerb von herkömmlicher Software (z.B. Bürosoftware, Betriebssysteme) oder Hardware (wie PCs, Telefone etc.). Digitalbonus Standard und Plus können nicht miteinander kombiniert werden. 

Weitere Information zum Digitalbonus findest Du auf der Webseite des Ministeriums.

Innovationskredit 4.0 (ehem. Digitalkredit)

Kredit bis 7,5 Mio. Euro, 2% Tilgungszuschuss, Laufzeit 5-10 Jahre, 70% Haftungsfreistellung

Der Innovationskredit 4.0 (ehem. Digitalkredit) ist ein zinsverbilligtes Darlehen der LfA Förderbank Bayern von 25.000 bis zu 7,5 Mio. Euro. Mit dem Innovationskredit 4.0 werden innovative Vorhaben und die Digitalisierung von KMU gefördert. Anders als sein Vorgänger “Digitalkredit”, kann der  Innovationskredit 4.0 nicht mit dem Digitalbonus für ein und dasselbe Vorhaben kombiniert werden.

Der Innovationskredit 4.0 wird über die Hausbank an die LfA gestellt. Mit dem Innovationskredit 4.0 kannst Du bis zu 100 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben finanzieren bei einer Haftungsfreistellung von 70 %. Die genaue Ausgestaltung des Kredits in Bezug auf Zinssatz, Laufzeit, Auszahlungskurs und Tilgung werden mit der Darlehenszusage festgelegt.

Weitere Information zum Innovationskredit 4.0 in Bayern findest Du auf der Webseite der LfA Förderbank Bayern.

Fördermittel Digitalisierung in Berlin

Berlin Mittelstand 4.0

Kredit 2 bis 6 Mio. Euro, Laufzeit 3-10 Jahre, 60% Haftungsfreistellung

Die Investitionsbank Berlin (IBB) unterstützt Startups, KMU und den gehobenen Mittelstand (< 3.000 Mitarbeiter) mit zinsgünstigen Krediten für Digitalisierung und die Entwicklung sowie Implementierung innovativer IT Lösungen. Dabei haftet die IBB für 60 Prozent des Kreditrisikos, was die Antragstellung und Kreditgewährung über die Hausbank vereinfacht. Die Darlehen haben eine Laufzeit zwischen 3 und 10 Jahren und Konditionen ab 1%.

Weitere Information zu Berlin Mittelstand 4.0 findest Du auf der Webseite der IBB, aktuelle Zinskonditionen hier .

Digital Förderung in Brandenburg

BIG Digital

Zuschuss, 550.000 Euro, 50 % Förderquote

Mit dem Innovationsgutschein (BIG) unterstützt das Land Brandenburg KMU bei der Konzeption und Umsetzung von Maßnahmen im Bereich Digitalisierung. Dabei können Unternehmen maximal 50.000 Euro für das Modul Beratung und Schulung (6 Monate) und maximal 500.000 Euro für das Modul Implementierung (36 Monate) erhalten.

Weitere Information zum BIG Digital findest Du auf der Webseite des Ministeriums.

Fördermittel Digitalisierung in Bremen

Bremen – Digitalisierung

Zuschuss, 5.000 Euro, 50% Förderquote

Mit dem Förderprogramm zu Digitalisierung und Arbeit 4.0 erhalten KMU in Bremen einen Zuschuss von 5.000 Euro für eine Beratung. Dabei können KMU auf eine Vorauswahl von Beratern zurückgreifen.

Mehr Informationen zum Förderprogramm in Bremen und die Liste der Themen und ausgewählten Berater findet Du theoretisch auf dieser Webseite. Praktisch ist die Seite aber leer, frei von Inhalten geschweige denn Kontaktmöglichkeiten. Und auch sonst ist es schwer bei der Bremer Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa mehr über das Programm in Erfahrung zu bringen.

Förderprogramme Digitalisierung in Hamburg

Hamburg-Kredit Innovation

Kredit 25.000 bis 1,5 Mio. Euro, Laufzeit bis 10 Jahre, 70% Haftungsfreistellung

In Hamburg bietet die Investitions- und Förderbank (IFB) ansässigen KMU und Startups zinsgünstige Darlehen ab 25.000 bis 1,5 Mio. Euro. Schwerpunkt der Förderung sind Digitalisierung, Produktentwicklung, Markteinführung und Wachstum. Die Darlehen haben einen tilgungsfreie Zeit, eine Laufzeit von bis zu 10 Jahren und eine Haftungsfreistellung von 70% für die Hausbank. Im Gegenzug erwartet die IFB Eigenmittel in Höhe von 7,5 %.

Weitere Informationen zum Digital- und Innovationskredit Hamburg findest Du auf der Webseite der IFB Hamburg und die aktuellen Zinskonditionen hier.

Digital Förderung in Hessen

Digital-Zuschuss

Zuschuss 10.000 Euro, 50% Förderquote

Der nächste Förderaufruf findet in 2021 statt. Ankündigungen dazu findest Du auf der Webseite der WiBank.

Das Land Hessen fördert KMU bei der digitalen Transformation ihrer Produktions- und Arbeitsprozesse und der Verbesserung der IT-Sicherheit. Das Förderprogramm adressiert kleine und mittlere Unternehmen sowie freie Berufe. Eine Förderung erfolgt ab Ausgaben in Höhe von 4.000 Euro bis zu 10.000 Euro bei einer Förderquote von 50%.

Die Beantragung des Digital-Zuschuss in Hessen
Die Beantragung des Digital-Zuschuss in Hessen – © Quelle: WiBank

Die Antragstellung für den Digital-Zuschuss erfolgt in zwei Schritten. Zunächst startet die WiBank einen Förderaufruf, während dem KMU in Hessen sich bewerben können. Im Anschluss werden per Zufallsverfahren die Unternehmen ausgewählt, die sich dann offiziell für den Digital-Zuschuss bewerben können. In jeder Förderrunde steht nur ein begrenztes Fördervolumen zur Verfügung. Weitere Informationen zum Digital-Zuschuss und dem nächsten Förderaufruf findest Du auf der Webseite der Förderbank Hessen (WiBank)

Innovationskredit

Kredit 100.000 Euro bis 7,5 Mio. Euro, Laufzeit 3-10 Jahre, 70% Haftungsfreistellung

Mit dem  Innovationskredit unterstützt die Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen (WIBank) Gründer, Freiberufler und KMU (< 500 Mitarbeiter). Die Mittel können unter anderem auch für Digitalisierung eingesetzt werden. Voraussetzung für die Inanspruchnahme des zinsgünstigen Darlehens ist die Erfüllung eines der Innovationskriterien (im Merkblatt unter Punkt eins “Antragsberechtigte”). Die Laufzeit beträgt zwischen drei und zehn Jahren.

Weitere Informationen zum Innovationskredit Hessen und seinen Konditionen findest Du auf der Webseite der WIBank.

Förderprogramm Digitalisierung in Mecklenburg-Vorpommern

DigiTrans – Digitalisierung in der Wirtschaft

Zuschuss 8.000 bis 10.000 Euro, Förderquote 35-50%

Das Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern unterstützt Startups und KMU bei der Entwicklung neuer digitaler Lösungen und Geschäftsmodelle sowie der Gestaltung der digitalen Transformation mit einer Förderung bis zu 10.000 Euro. Investitionen in herkömmliche Hard- und Software sind von der Förderung ausgeschlossen. Dabei erhalten Unternehmen bis 50 Mitarbeiter eine Förderung von 50%  und Unternehmen mit bis zu 250 Mitarbeitern (vgl. EU Einordnung KMU) 35% auf 8.000 bis 20.000 EURO förderfähige Ausgaben. In Ausnahmen können Unternehmen auch eine Förderung bis zu 50.000 Euro erhalten, diese setzt jedoch ein umfangreicheres Konzept im Rahmen der Beantragung voraus.

Weitere Informationen zu DigiTrans findest Du auf der Webseite des Landesförderinstitut oder direkt im Merkblatt.

Digital-Förderung in Niedersachsen

Innovationsförderung für KMU und Handwerk (NBank)

Zuschuss, 100.000 Euro, 35% Förderquote

Die Investitions- und Förderbank des Landes Niedersachsen bietet gewerblichen KMU und Handwerksbetrieben einen Zuschuss bis zu 35 % bzw. maximal 100.000 Euro. Damit werden innovative Services und Produkte, Prozess- und Organisationsinnovationen und die Ausgaben für gewerbliche Schutzrechte unterstützt. Förderfähig sind u.a. Personalausgaben, Ausgaben für externe Berater und anteilige Investitionsausgaben.

Die Antragstellung erfolgt online über das Kundenportal der NBank, dort wirst Du Schritt für Schritt durch die Antragstellung geführt. Weitere Informationen zu diesem Förderprogramm Digitalisierung auf der Webseite der NBank

Digitalbonus.Niedersachsen 

Zuschuss bis 10.000 Euro, 30-50% Förderquote

Der Digitalbonus adressiert KMU (Gewerbe, Life Science, eHealth) und Handwerksbetriebe, sowie  freiberufliche Planungsbüros in Niedersachsen. Die Unternehmen erhalten einen Zuschuss von 2.5000 bis 10.000 Euro für Investitionen in Hard- und Software, um damit ihre Digitalisierung zu beschleunigen. Dagegen sind  Personalausgaben oder auch Beratungsleistungen nicht förderfähig. Je nach Unternehmensgröße beträgt die Förderquote 30-50%. Im Zuge der Corona-Krise (alle Corona spezifischen Förderungen in diesem Beitrag) sind zudem auch Ausgaben für Homeoffice und Videokonferenz-Lösungen förderfähig.

Weitere Informationen zum Digitalbonus Niedersachsen auf der Webseite der NBank.

Fördermittel Digitalisierung in NRW

Mittelstand Innovativ &Digital (MID)

Das Förderprogramm Mittelstand Innovativ & Digital (MID) des Landes Nordrhein-Westfalen bietet in seiner Neufassung (Juni 2020) vier unterschiedliche Digital- und Innovationsförderungen. 

ProgrammZweck
MID-DigitalisierungAnalyse und Umsetzung von Digitalisierungs-Lösungen.
MID-AnalyseAnalyse von Technologien für innovative Produkte, Dienstleistungen und Fertigungsverfahren. Nur mit wissenschaftlichen Partnern.
MID-InnovationFörderung umsetzungsorientierter Forschung und Entwicklung, zum Beispiel der Prototypenbau oder Service Engineering. Nur mit wissenschaftlichen Partnern.
MID-AssistenzProjektbezogene Einstellung eines Hochschulabsolventen als MID Assistenz für die Dauer von 2 Jahren.

Für die MID-Programme gilt:

  • Du kannst nur der Gutschein MID-Digitalisierung für die Beauftragung gewerblicher Berater und Dienstleister einsetzen.
  • Mit den Gutscheinen MID-Analyse und MID-Innovation kannst Du ausschließlich wissenschaftliche Partner beauftragen.
  • Nur MID-Analyse und MID-Innovation kannst Du miteinander kombinieren.
  • In einem Zeitraum von zwei Jahren kannst Du nur eine Gutscheinvariante in Anspruch nehmen. Dabei musst Du auch Digital-Förderungen vom Vorgängerprogramm Mittelstand.innovativ! berücksichtigen.
  • Die Förderquoten richten sich nach der Größe des Unternehmens, bis  31.12.2020 gelten vor dem Hintergrund der COVID Krise verbesserte Fördersätze. 
Förderquoten Digital Förderung “Mittelstand Innovativ & Digital (MID)” in NRW
Förderquoten Digital Förderung “Mittelstand Innovativ & Digital (MID)” in NRW  – Quelle: Förderbekanntmachung MID-Gutscheine

Im Gegensatz zu der vorherigen Ausgestaltung des Programms ist das in meinen Augen ein kleiner Rückschritt. Denn den meisten KMU fehlt es an Basiswissen im Bereich Digitalisierung, der wissenschaftliche Transfer mag politisch interessant aber nicht so bedeutsam für die alltäglichen Herausforderungen eines KMU sein.

MID-Digitalisierung

Zuschuss bis 15.000 Euro, 60-80% Förderquote

Der Gutschein MID-Digitalisierung fördert die Umsetzung von digitalen Lösungen. Damit können KMU in Nordrhein-Westfalen ihren Betrieb digital aufstellen und eine externe Begleitung für die (Weiter-)Entwicklung digitaler Produkte, Dienstleistungen und Produktionsverfahren in Anspruch nehmen. Die Aufträge können sowohl an wissenschaftliche, gewerbliche Partner und Digital Berater vergeben werden.

Weitere Information in der Förderbekanntmachung und auf der Webseite des Landes NRW. Den Gutschein MID-Digitalisierung kannst Du ausschließlich online beantragen. In dem sehr übersichtlichen Förderportal wirst Du strukturiert durch jeden Schritt der Antragstellung geführt. Dort findest Du auch die einzureichenden Unterlagen.

MID-Analyse

Zuschuss bis 15.000 Euro, 60-80% Förderquote

Der Gutschein MID-Analyse hilft KMU ihre Digitalisierungs- und Innovationspotenziale zu entdecken und die Machbarkeit einer Idee zu prüfen. Für die Analyse kannst Du Hochschulen und Forschungseinrichtungen hinzuziehen, gewerbliche Partner sind ausgeschlossen. Schwerpunkte dieser Digital Förderung sind u.a. Themen wie Quantentechnologie, Ressourcen-, Energie- und Werkstoffeffizienz und innovative Mobilitätskonzepte. 

Weitere Information in der Förderbekanntmachung und auf der Webseite des Landes NRW. Den Gutschein MID-Analyse kannst Du ausschließlich online beantragen

MID-Innovation

Zuschuss bis 40.000 Euro, 60-80% Förderquote

Mit dem Gutschein MID-Innovation können KMU in NRW umsetzungsorientierte Forschung und Entwicklung fördern. Das heißt, Du kannst deine Ideen für ein Produkt, eine Dienstleistung oder ein Produktionsverfahren testen und weiterentwickeln. Mögliche Einsatzgebiete sind zum Beispiel der Prototypenbau, Konstruktionsleistungen oder Service Engineering. Voraussetzung für die Beantragung sind Ergebnisse einer Analyse z.B. auf Basis des Programms MID-Analyse oder des Vorgängers Innovationsgutschein B. Zudem können Aufträge nur an Hochschulen und Forschungseinrichtungen vergeben werden.

Weitere Information in der Förderbekanntmachung und auf der Webseite des Landes NRW. Den Gutschein MID-Innovation kannst Du ausschließlich online beantragen

MID-Assistent/in

Mit dem Programm MID-Assistenz fördert das Land NRW die projektbezogene Einstellungen eines Hochschulabsolventen, um ein Digitalisierungs- oder Innovationsprojekt umzusetzen. Das Programm richtet sich an Betriebe mit maximal 50 Mitarbeitern,  in denen max. fünf Mitarbeitende einen akademischen Abschluss besitzen. Die Förderung erfolgt über zwei Jahre in Form einer anteiligen Finanzierung der Lohnkosten von 15.000 Euro pro Jahr. Die Förderung deines MID Assistent/in steigt auf 22.500 Euro pro Jahr, wenn dein Unternehmen noch keine Akademiker beschäftigt.

Weitere Information in der Förderbekanntmachung und auf der Webseite des Landes NRW. Die Antragstellung für den Gutschein MID-Assistenz erfolgt ausschließlich online

Potentialberatung

Zuschuss bis 5.000 Euro, 50% Förderquote

Die Potentialberatung der Gesellschaft für innovative Beschäftigungsförderung mbH (G.I.B.) ist keine Digital Förderung im engeren Sinn. Jedoch können KMU in NRW mit mehr als 10 Mitarbeitern die Potentialberatung nutzen, um gemeinsam mit ihren Mitarbeitern und einem externen Berater an folgenden für die digitale Transformation relevanten Fragestellungen zu arbeiten:

  • Stärken und Schwächen ermitteln
  • Lösungswege und Handlungsziele entwickeln
  • ein Handlungsplan zur Verbesserung der Geschäftsprozesse festlegen 
  • Umsetzungsschritte einleiten

Die Förderung ist begrenzt auf 10 Beratertage. Dabei werden 50% des Tagessatzes bis maximal 500 Euro pro Beratertag bezuschusst. Voraussetzung für die Förderung ist die Erstberatung durch eine Beratungsstelle der  G.I.B. In diesem Beratungsgespräch erfolgt bei entsprechender Passung mit der Förderrichtlinie eine positive Stellungnahme, auf der basierend Du bereits in die Umsetzung gehen kannst. Ziel der Potentialberatung ist die Ausarbeitung eines Handlungsplans, der die Basis für den Abruf der Fördermittel ist. Die Antragsunterlagen und weitere Informationen findest Du auf der Webseite der G.I.B., zudem findest Du eine übersichtliche Auflistung des Programms auf der Webseite der NRW Bank.  

NRW.BANK.Digitalisierung und Innovation

Kredit ab 25.000 Euro, ab 0% Zinsen, Laufzeit 3-10 Jahre, 50% Haftungsfreistellung

Mit dem Förderprogramm werden Maßnahmen zur Digitalisierung durch die Bereitstellung zinsgünstiger Darlehen unterstützt. Dabei sind eine Vielzahl von Vorhaben im Bereich Digitalisierung und Innovation förderfähig. Antragsberechtigt sind KMU mit bis zu 500 Mio. Euro Umsatz. 

Mehr Informationen zu diesem Förderprogramm Digitalisierung auf der Webseite der NRW.Bank.

Fördermittel Digitalisierung in Rheinland-Pfalz

BITT – Technologieberatung

Zuschuss, 6.000 Euro, 50% Förderquote

Die Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz bietet kleinen und mittleren Unternehmen (< 250 Mitarbeiter, siehe EU Definition) einen Zuschuss von 50% zu Beratungsleistungen. Die Förderung ist eingeschränkt auf max. 15 Beratertage und 400 Euro / Tag. Im Vordergrund stehen technologieorientierte Beratungen und Beratungen zum Aufbau eines Qualitäts- und  Innovationsmanagement-Systems.

Weitere Informationen findest Du auf der Webseite der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz.

Innovationskredit RLP

Kredit 25.0000 bis 2 Mio. Euro, Laufzeit 3-10 Jahre, 70% Haftungsfreistellung

Unternehmen in Rheinland-Pfalz mit bis zu 500 Mitarbeitern, die ein besonderes Innovationsvorhaben verfolgen, können einen Kredit von 25.0000 bis 2 Mio. Euro über 3-10 Jahre mit einer tilgungsfreien Anlaufzeit beantragen. Dabei muss das antragstellende Unternehmen mindestens eines der Innovationskriterien des Europäische Fonds für strategische Investitionen (EFSI) erfüllen. 

Weitere Informationen zum Kredit findest Du auf der Webseite der Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz, die Innovationskriterien kannst Du in dem Merkblatt zum Innovationskredit RLP nachlesen.

Förderprogramm Digitalisierung Saarland

DigitalStarter

Zuschuss, 10.000 Euro, 20-35% Förderquote

Mit dem Förderprogramm DigitalStarter erhalten KMU im Saarland bis zu 10.000 Euro als Zuschuss zu ihrem Digitalisierungsprojekt. Förderfähig sind Ausgaben für die Digitalisierung von Produkten, Prozessen und Dienstleistungen oder die Entwicklung neuer digitaler Plattformen. Zudem werden Investitionen in die Verbesserung der IT-Sicherheit bezuschusst. 

Gefördert werden Projekte mit Ausgaben in Höhe von mindestens 5.000 Euro. Der Fördersatz beträgt 20% bei mittleren Unternehmen und bis zu 35 % bei kleinen Unternehmen jedoch jeweils höchstens 10.000 Euro.

Weitere Informationen zum Digital Starter Saarland findest Du hier, den Förderantrag kannst Du hier downloaden.

Fördermittel Digitalisierung in Sachsen

E-Business

Zuschuss, 50.000 Euro, 50% Förderquote

Mit dem Programm E-Business unterstützt das Land Sachsen KMU bei der Umsetzung digitaler Vorhaben. Zuschüsse werden beispielsweise für die Planung, Konzipierung und Vorbereitung von Projekten, den Kauf von Software und dafür notwendiger Hardware oder die Einführung von entwickelten Lösungen gewährt. Dabei ist die Unterstützung durch externe Berater für die Planung, Konzipierung und Vorbereitung auf fünf Beratertage beschränkt mit einer maximalen Förderung von 450 Euro pro Tag. 

Weitere Informationen zum Förderprogramm “E-Business” findest Du auf der Seite der Sächsischen Aufbaubank (SAB) oder im Flyer E-Business.

Digital Förderung in Sachsen-Anhalt

Digital Innovation

Zuschuss, 70.000 Euro, 70% Förderquote

Da die Mittel für das Programm Digital Innovation ausgeschöpft sind, können keine Anträge mehr gestellt werden.

Mit dem Förderprogramm Digital Innovation unterstützt das Land Sachsen-Anhalt KMU bei der Konzeption und Umsetzung von Digitalisierungsprojekten. Das betrifft die Entwicklung von digitalen Produkten, Prozessen und Geschäftsmodellen, die Umsetzung digitaler Marketing- und Vertriebsstrategien und Ausgaben für die IT Sicherheit.

Weitere Informationen zu Digital Innovation des Landes Sachsen-Anhalt findest Du auf den Seiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Digital Creativity

Zuschuss, 130.000 Euro, bis 90% Förderquote

Da die Mittel für das Programm Digital Creativity ausgeschöpft sind, können keine Anträge mehr gestellt werden.

Mit dem Förderprogramm  Digital Creativity fördert das Land Sachsen-Anhalt die Entwicklung und den Einsatz innovativer digitaler Medien in KMU. Dazu zählen u.a. audiovisuelle Medienproduktionen, Spiele, Apps und virtuelle Realitäten. 

Weitere Informationen zu Digital Creativity des Landes Sachsen-Anhalt findest Du auf den Seiten der Investitionsbank Sachsen-Anhalt.

Förderprogramme Digitalisierung in Thüringen

Digitalbonus Thüringen

Zuschuss,  15.000 Euro, 50% Förderquote

Mit dem Digitalbonus unterstützt die Thüringer Aufbaubank die Digitalisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen. Schwerpunkte dabei sind die Digitalisierung von Betriebsprozessen, Produkten, Dienstleistungen und Investitionen in die IT Sicherheit. Die Förderung beträgt bis zu 50 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben, höchstens jedoch 15.000 Euro. 

Weitere Informationen zum Digitalbonus Thüringen findest Du auf der Webseite der Thüringer Aufbaubank.

Innovationsgutschein

Ein weiteres Förderinstrument der Thüringer Aufbaubank ist der Innovationsgutschein. Damit werden Maßnahmen im Kontext Digitalisierung nur gefördert, wenn sie einen Bezug zu den folgenden Spezialisierungsfeldern haben:

  • Industrielle Produktion und Systeme
  • Nachhaltige und intelligente Mobilität und Logistik
  • Gesundes Leben und Gesundheitswirtschaft
  • Nachhaltige Energie und Ressourcenverwendung

Weitere allgemeine Informationen und zur Förderhöhe findest Du auf der Webseite der Thüringer Aufbaubank.

Fazit – Fördermittel Digitalisierung beschleunigen deine digitale Transformation

Die erfolgreiche Digitalisierung ist für KMU mit dem Aufbau vieler neuer Kompetenzen verbunden. Die Förderprogramme Digitalisierung bieten jedem KMU die Chance ihre ersten digitalen Gehversuche zu unternehmen oder Investments in ihre Digitalisierung auszubauen.

Viel Erfolg dabei.

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6 Kommentare
  • Andreas Diehl

    Hallo Helene,

    das hängt immer vom jeweiligen Programm ab, soweit ich das überblicke richten die sich ausnahmslos an Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft. Konkret in Bayern:

    „Einen Antrag können kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft stellen. Als gewerbliches Unternehmen gilt ein Gewerbebetrieb im Sinne des § 2 des Gewerbesteuergesetzes. Antragsberechtigt sind Unternehmen, die gewerbesteuerpflichtig sind.“

    Ich würde aber einfach mal anrufen und fragen, ob es nicht Pendants für Non-Profits gibt.

    Viel Erfolg, hinterlass gerne einen Kommentar, wenn Du was findest. Du bist nicht die erste, die das erfragt.:)

    Andreas

  • Helene Zimmermann

    Hallo Andreas, weißt du ob Non-Profit Organisationen (Vereine, gemeinnützige Stiftungen, etc.) für manche der Förderprogramme teilnahmeberechtigt sind?

  • Andreas Diehl

    Hi Irina,

    ein spezielles Programm extra für Social Media ist mit in BW nicht bekannt. Dazu würden mir nur das allg. BAFA Programm einfallen (Fpörderung untermehmehmerischen Know-hows) oder speziell in BW auch https://www.startupbw.de/.

    Viele Grüße,
    Andreas

  • Irina

    Hallo Andreas.
    Mein Mann und ichhsben Ende letzten Jahres eine GmbH gegründet. Wir werden in ein paar Monaten eine App starten, bei der es hauptsächlich um Meinungsaustausch und Beratung zu Modefragen geht. Dies ist kaum möglich bekannt zu machen, wenn man in den Social Media nicht wirksam präsent ist. Bin gerade dabei, mir hierzu einiges selbst beizubringen, aber es ist noch ein langer Weg. Wir sind selbst finanziert, ohne Kredite und Do soll das auch bleiben. Sollte es jedoch Zuschüsse geben (Baden Württemberg), die für Social Media Kompetenz gewährt werden und nicht zurück gezahlt werden müssen, könnten wir uns einen kompetenten Berater dazu leisten. Das ist bei dem Budget derzeit leider ansonsten nicht drin. Vor ein paar Monaten haben wir uns schon mal mit einem autorisierten Berater (Unternehmensgründung) zusammengesetzt, jedoch hatten diese Berater uns nicht wirklich interessantes vermitteln können, da sie mit der Branche wenig anfangen konnten und wir beide durch Ausbildung, Studium und Job schon einiges zum Thema Untenehmensgründung wussten. Wenn wir so etwas nochmal in Anspruch nehmen würden, dann eher Berater unserer Wahl, bezuschusst, nach Möglichkeit. Hast du uns einen Tipp? Dein Beitrag ist sehr informativ, aber doch zu allgemein gehalten, um uns auf unsere spezielle Frage Aufschluss zu geben.
    Voran vielen Dank für jedwede Unterstützung,
    Irina

  • Andreas Diehl

    Hallo Tim, formaler Antragsteller ist immer das Unternehmen. Aber sicher kann der Berater bzw. das dienstleistende Unternehmen bei der Formulierung des Antrags sinnvoll unterstützen und beim „Kampf“ mit den Formularen helfen. Erst recht wenn der Partner schon ein paar Anträge auf den Weg gebracht hat.

  • Tim

    Hallo Andreas, schöne Aufstellung und Erklärung der einzelnen förderfähigen Programme, sehe ich das richtig das die Antragstellung von dem Berater kommen muss oder stellt dies der Unternehmer selber. Ich habe mir bei deinem Blog mal ein Lesezeichen gesetzt und schaue mal wieder vorbei vielen Dank Gruß Tim

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