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Das automatische Gehirn – Die Macht des Unterbewusstseins

7. Januar 2020

von Andreas Diehl

Führung
Das automatische Gehirn Zeil 1 – Dauer 45 Minuten – Quelle: ARTE

“Das automatische Gehirn” ist eine zweiteilige TV-Dokumentation über die Funktionsweise unseres Gehirns. Am Beispiel alltäglicher Situationen und mit Hilfe aufwendiger 3D-Animationen demonstrieren uns die Macher die Macht unseres Unterbewusstseins.

Dabei zeigt “Das automatische Gehirn” zahlreiche renommierte Neurowissenschaftler, die mit sehr simplen und zum Teil verblüffenden Experimenten zeigen, warum der Stuhl auf dem wir sitzen unseren Verhandlungsstil beeinflusst oder weisen nach, dass wir bereits Sekunden bevor unser Verstand aktiviert wird, Entscheidungen treffen. Der berühmte Satz “Ich denke also bin ich”, wird ad absurdum geführt. Schließlich zeigen uns Street-Artists in Las Vegas, wie sie das automatische Gehirn nutzen, um Passanten mit simplen Aufmerksamkeit Bahnungen Uhren und Brieftaschen zu entwenden.  

Das automatische Gehirn – Teil 2

Das automatische Gehirn Zeil 2 – Dauer 45 Minuten – Quelle: ARTE

Wenn dich die Funktionsweise unseres Gehirns interessiert, dann sind die 90 Minuten in “Das automatische Gehirn” sehr gut investierte Zeit. Denn schon das SCARF Modell zeigt, wie wichtig ein Verständnis des Gehirns für moderne Führung und eine gesunde Arbeitskultur ist. Zudem präsentiere ich Dir fünf Fakten zur Macht des Unterbewusstseins und wie dieses unserem Verstand weit überlegen ist. 

Die Macht des Unterbewusstseins

Das Faszinierende ist, dass über 90 Prozent unserer täglichen Handlungen vom “automatischen Gehirn” bzw. Unterbewusstsein gesteuert werden. Das heißt, wir sind zwar wach, aber laufen eigentlich im Autopiloten. Das ist auch gut so, denn das Unterbewusstsein ist um ein vielfaches schneller und spontaner, als wenn wir Handlungen bewusst über unseren Verstand steuern. Und das kann Leben retten.

  • Das Unterbewusstsein ist sehr schnell und reagiert in 200 Millisekunden. Der Verstand ist deutlich langsamer und begründet mitunter nur das, was bereits “gefühlt” wird.
  • Während dein Verstand seriell arbeitet, kann dein Unterbewusstsein parallel in rasender Geschwindigkeit komplexe Sachverhalte bewerten.
  • Das Unterbewusstsein wird auch als “emotionales Erfahrungsgedächtnis” bezeichnet. Der Begriff geht meiner Meinung nach auf Gerhard Roth zurück. Hier sind auch vorgeburtliche Erfahrungen gespeichert. Dagegen setzen bewusste Erlebnisse und Erfahrungen erst mit dem zweiten Lebensjahr ein.
  • Dein Unterbewusstsein meldet sich in Form von somatischen Markern, also das was wir im Volksmund als “Grummeln im Bauch” oder ein “schlechtes Gefühl” bezeichnen. Denk einfach mal an einen Zahnarzttermin oder sonstige unangenehmen Begegnungen, deine somatischen Marker werden sich blitzschnell melden.
  • Das Unterbewusstsein kommuniziert in Bildern. Sprache ist ein abstraktes Konzept deines Verstandes. Um erfolgreich mit deinem Unterbewusstsein zu kommunizieren, brauchst Du Bilder. Das ist vor allem für die Ziel- und Visionsarbeit extrem relevant. 

Fazit – Moderne Organisationen brauchen “Gehirn”

Für mich sind ein Verständnis über die Funktionsweise des Gehirns und ein adäquater Umgang mit den neurobiologischen Grundbedürfnissen von uns Menschen ein Eckpfeiler einer modernen Arbeitskultur. Denn wie schon das SCARF Modell zeigt, kann Lernen und Kooperation nur gelingen, wenn wir uns sicher und verbunden fühlen. Dabei wirst Du schnell erkennen, wie simpel es eigentlich ist, dass Menschen kooperativ und vertrauensvoll zusammenarbeiten. Und vielleicht den ein oder anderen Aha-Moment erfahren, warum das stellenweise nicht so war. 

Eine Antwort

  1. Avatar von Ulrich

    Danke für die Bereitstellung der Filme!!

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